Start10km17

Ergebnisse Brühler Stadtlauf 2017

Hier findet Ihr die Ergebnisse des 19. Brühler Stadtlaufes!

Schön, dass Ihr da wart!

Training_Jugend

Sportliche(r) Leiter(in) und Jugendtrainer gesucht

Jugendtrainer für den Bereich U8 bis U18

Sportlicher Leiter für die Neustrukturierung unseres Jugendbereiches

Willkommen auf der Homepage der Leichtathletikabteilung des Brühler TV 1879 e.V.

Unsere Leichtathletikabteilung bietet Sportbegeisterten aller Leistungsklassen und Altersklassen professionell betreutes Training in verschiedenen Lauf-, Fitness- und Mehrkampfgruppen.

Run to the magic pass

07.07.2017

Vorbereitung und Anreise (16.06.2016)

Am 17. Juni 2017 fand die Premiere des Stilfserjoch Marathon in Italien statt und ich war dabei.
Seit Wochen habe ich mich auf diesen Lauf gefreut. Es wird vermutlich die Hölle nach den ersten Metern bergauf. Aber ich bin guter Dinge, denn mein Training lief gut. 8 Wochen spezielle Vorbereitung habe ich mir Zeit genommen. Höhentraining in Garmisch, schnelle Intervalle auf der Bahn und Kilometer fressen am Wochenende standen auf meinem Plan. Und nun ist es soweit. Gestern Abend bin ich angekommen und die erste Nase Bergluft tut einfach gut. Das Wetter war mild und es ging ein leichter Wind. So auch heute, der Himmel ist noch bedeckt, aber das soll sich noch ändern. Heute möchte ich noch ein paar Meter einlaufen, sehen, was die Beine so mitmachen. Leider geht es in jeder Richtung nur bergauf, also ganz locker schon mal an die Steigung gewöhnen. Die Sonne drückt schon ganz ordentlich, aber richtig heiß wird es erst morgen beim Marathon.
Am Nachmittag noch schnell die Startunterlagen abgeholt und mit einem Eis abgekühlt. In der Ferne sieht man schon das Ziel oben am Pass auf 2757m Höhe. Ich bin aufgeregt, aber auch gespannt.


17.06.2017 - Wettkampftag

Um 6:45 Uhr klingelt der Wecker. Durch die Vorhänge scheint bereits die Sonne. Der Himmel ist stahlblau. Nach dem Frühstück geht’s los. Um 8:30 gibt es den Startschuss. Im Startbereich warten schon hunderte Läufer, dass es endlich losgeht.
2350 Höhenmeter zeigt das Streckenprofil auf, alle auf den letzten 26 km. Noch 5 Minuten bis zum Start und die letzten Läufer, darunter auch ich, steigen über die Absperrung auf die Strecke. Die Spannung steigt und dann ist es soweit, GPS Empfang ist da und die letzten 10 Sekunden werden heruntergezählt.
Dann geht es los auf die 42,195 km. Die ersten 16 km führen flach durchs Vinschgau in Richtung der mittelalterlichen Stadt Glurns. Hier gibt es die erste Verpflegung und unzählige Zuschauer, die den Läufern zujubeln, vermutlich zahlreiche Touristen darunter. Auf dem Rückweg nach Prad wird es langsam richtig warm, weit über 25 Grad sind schon erreicht.
Man kann noch einmal kurz das Ziel erahnen und schon ist die „Einführungsrunde“ geschafft. Jetzt wird es knallhart. Die erste Steigung ist schon kaum laufbar. Einige Läufer fangen schon an zu gehen. Hoffentlich wird das noch anders. Ein schmaler Waldweg schlängelt sich langsam den Hang rauf Richtung Halbzeit. Zwischenzeitlich die ersten Treppen, steiler geht es nicht mehr. Ich frage mich bereits, was ich mir da angetan habe. Am Rand steht eine Gruppe Zuschauer mit dicken Kuhglocken, die muntern ein bisschen auf.
Schon bald hört man laute Musik irgendwo hinter den Bäumen vor sich. Das muss das Bergdorf Stilfs sein. Gefühlt eine Ewigkeit später erreicht man es und somit auch die Hälfte des Wettkampfes. Ich werde schon empfangen, als wäre es der Zieleinlauf. Das ganze Dorf ist auf der Straße, die Bewohner feiern und trinken zusammen und feuern die Läufer auf der Strecke an.
Die folgenden 10 km laufen mal gut, mal etwas langsamer, mal mit etwas „klettern“. Die schönsten Trails und Natur pur ist nun angesagt. Zusammen laufen gibt es schon lange nicht mehr. In der Ferne sieht man vor und hinter sich die nächsten Läufer. Mittlerweile sind alle zwei Kilometer Verpflegungsstellen, die sind auch nötig, ansonsten ist man einsam und kann den Lauf genießen. Bei km 32 ist nun der erste Höhepunkt erreicht. Auf knapp 2500 Metern ist nun mehr als die Hälfte der Höhenmeter geschafft. Der Ausblick ist atemberaubend. Der Weg ist noch weit genug, da kann ich mir auch mal eine kurze Pause für ein Foto gönnen. Für knapp 4 km geht es jetzt rasant bergab. Gute 300-400 Höhenmeter gehen wieder verloren. Entspannung ist der Bergabteil ganz und gar nicht, es tut trotzdem, mal gut andere Muskelgruppen zu gebrauchen.


7 km bis zum Ziel

Nach 35 Kilometern ist es endlich soweit, ich erreiche die legendäre Passstraße des Stilfserjochs. Mit dem Fahrrad war ich hier schonmal und dann auch recht zügig oben, heute wird es wohl etwas länger dauern. 24 Kehren sind es noch bis zum Ziel, welches ich ab sofort immer im Blick habe. Mittlerweile sind es nur noch ca. 12 Grad hier oben. Ganz oben liegt sogar noch Schnee. Wie eine lange Perlenkette kämpfen sich die Läufer nun die letzten 7 km nach oben. Viele müssen weite Strecken gehen. Ich kann leider auch nicht mehr und muss die eine oder andere Gehpause einlegen. Trotzdem kämpfe ich weiter. Meine Begleitung Tabea habe ich gerade schnell angerufen, dass ich gleich da bin. Am Ende habe ich mit meiner Zeiteinschätzung leider etwas danebengelegen.
Die Kehren nehmen kein Ende mehr. Das Ziel ist immer noch gleich weit entfernt wie vorhin. Aber ich kann mich gut an den 26 km Läufern hochziehen. Die hatten keine Einführungsrunde, sondern durften sofort auf den Berg und sind jetzt im oberen Teil der Strecke eine gute Hifle.
Langsam ist echt die Luft raus. Noch anderthalb Kilometer habe ich vor mir und über mir höre ich meinen Namen. Woher der Ruf kam, kann ich noch nicht erahnen, aber die Stimme gehört eindeutig zu Tabea. Jetzt heißt es beißen, die Motivation ist da, aber die Oberschenkel brennen wie sonst was. Ich habe mich schon länger an einen Italiener gehalten. Wir konnten uns gegenseitig gut motivieren und ziehen, doch auch er sieht jetzt nicht mehr fit aus.
Bald ist es geschafft. Meine Uhr zeigt 4:55 Std. Eigentlich habe ich mir keine Zielzeit vorgenommen, ankommen war das Ziel bei meinem ersten Bergmarathon. Aber jetzt hatte ich ein Ziel. Unter 5 Stunden sollte es werden. Tabea habe ich endlich entdeckt und ein paar Meter läuft sie mit mir mit. Dann habe ich die letzte Kehre hinter mir, trotzdem sind es noch 500 Meter. Ich hole ein letztes Mal alles aus meinen Beinen raus. Alles tut weh und brennt. Dann erreiche ich den Zielteppich, der mich im Zielkanal die letzten 100 Meter durch die Zuschauer treibt. Viele Menschen sind zum Anfeuern mit dem Shuttle Bus hoch auf die Passhöhe gefahren.

FINISH!!!!!

42, 195 km mit 2350 hm Qual sind vorbei! Die Uhr ist bei 4:57:37 Std. für mich stehen geblieben. Meine Beine Pochen, ich schnappe nach Luft, ich habe es geschafft. Ich bin überglücklich und bin froh, dass es vorbei ist. Die Aussicht ist der Hammer. Am Ausgang des Zielbereiches gibt es das Finisher Shirt und die Medaille der ersten Ausgabe des Stilfserjoch Marathons.

Mein Endergebnis überrascht mich selber:
Mit 4:57:37 Std. bin ich insgesamt 41 von knapp 300 Starten auf der Distanz geworden. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und bin stolz darauf, mitgelaufen zu sein. Der Lauf war einfach geil und ich freue mich aufs nächste Jahr, denn dann bin ich sicher wieder dabei!

Nach dem Lauf geht es unter die Dusche und dann in den Shuttle Bus. Über die Schweiz fährt er uns in knapp anderthalb Stunden wieder zum Start nach Prad. Hier gibt es noch eine gute Portion Nudeln und dann beginnt leider schon die Rückfahrt.

(Ein Bericht von Stephan Stranz)

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